Kroneneinkürzung an Walnuss

Immer wieder kommt es vor, dass Grundstückseigentümer Ihre Bäume als zu groß empfinden. Grundsätzlich ist dann ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass eine Kroneneinkürzung eine Sondermaßnahme (und keine Pflegemaßnahme) darstellt, bei der nicht unerheblich in den Organismus Baum eingegriffen wird. Die meisten europäischen Bäume sind durch viele Millionen Jahre Evolution genetisch darauf ausgerichtet in luftige Höhen von 20 – 35 Meter vorzudringen. Für den Baum ist es meist besser, wenn auf eine Kroneneinkürzung verzichtet werden kann oder diese so fein wie möglich bzw. nur an Teilen der Krone erfolgt. Wirklich sinnvoll aus Sicht des Baumes sind zum Beispiel gezielte entlastende Maßnahmen die dem Ausbrechen überlanger oder geschädigter Kronenteile entgegen wirken. In der Praxis erfolgen Einkürzungen jedoch oft um Bauwerke oder Straßen für Menschen freizustellen, Grundstücksgrenzen einzuhalten, benachbarte / unterstehende Pflanzen zu unterstützen oder aus gestalterischen Bedürfnissen der Kunden. Dieses Arbeitsbeispiel zeigt eine fachgerechte Kroneneinkürzung um 15% an einer Walnuss (Juglans regia) im August 2014.